Prinzessinengarten in Berlin

Prinzessinengarten klingt wie im Märchen und irgendwie ist es auch ein modernes Märchen. Zwei Berliner mieten ein brach liegendes Gelände von der Stadt, räumen diesen zusammen mit vielen Helfern auf und entwickeln auf der Fläche Deutschlands derzeit wohl bekanntesten Stadtgarten.

Die Idee ist simpel: Viele von uns wollen in der Stadt wohnen, aber nicht auf Natur und Garten verzichten. Am liebsten würden wir auch noch unser eigenes Gemüse züchten. Viele von uns wissen aber vielleicht gar nicht so genau wie das eigentlich geht und kennen die Bio-Kartoffel nur aus dem Regal im Supermarkt. Andere haben das Wissen, aber unter Umständen nicht genug Geld für ein Haus mit eigenem Garten. Robert Shaw und Marco Clausen lösen dieses Problem mit Ihrem Prinzessinengarten, der seinen Namen von der gleichnamigen Straße in Berlin erhalten hat.

In Bäckerkisten oder aufgeschnittenen Tetra-Paks werden Gemüse und Kräuter angebaut. Die ungewöhnlichen Pflanzgefäße deshalb, da niemand weiß wie lange der Prinzessinengarten auf dem aktuellen Grundstück Bestand haben wird. Die „besonderen Blumentöpfe“ ließen sich schnell und einfach an einen anderen Ort transportieren.

Neben dem Zusammensein in dem Garten-eigenen Café, in dem das eigene Gemüse verarbeitet wird, geht es den beiden Initiatoren und der dahinter stehenden gemeinnützigen GmbH „Nomadisch Grün“ vor allem um gemeinsames Lernen. Der Erfahrungsaustausch von verschiedenen Generationen und kulturellen Hintergründen wird Wissen bewahrt und neue Techniken bei der Erzeugung, Verarbeitung und Konservierung von Gemüse verfeinert.

Das klingt zukunftsweisend und es scheint als wäre der Prinzessinengarten erst der Anfang eines Trends zum Urban Gardening. Wir finden den „urbanen Acker“ eine super Idee und hoffen, dass es bald auch in anderen Städten derartige Stadtgärten geben wird!

Mehr Infos zu den Prinzessinengärten gibt es hier: www.prinzessinengarten.net